Was dahintersteckt
Bei einer Allergie stuft das Immunsystem einen an sich harmlosen Stoff als Bedrohung ein. Gelangt dieser Stoff in die Atemwege, entzündet sich die Schleimhaut der Bronchien, sie schwillt an und bildet zähen Schleim; gleichzeitig zieht sich die Muskulatur um die Bronchien zusammen. Das Ergebnis ist ein engeres Rohr – und die Luft pfeift beim Ausatmen.
Bei Kindern ist diese Form besonders häufig ab dem Schulalter, und sie kommt selten allein: Sehr viele Kinder mit allergischem Asthma haben zusätzlich Heuschnupfen, manche eine Neurodermitis. Fachleute sprechen vom „Etagenwechsel", wenn die Beschwerden von der Nase in die Bronchien wandern.
Woran Sie es merken
- Die Beschwerden hängen an einer Situation: im Bett, beim Staubsaugen, bei Katzenbesuch, im Mai auf der Wiese
- Husten und Pfeifen kommen ohne Erkältung – kein Fieber, kein Schnupfen mit gelbem Sekret
- Im Winter geht es besser (Pollen) oder gerade nicht (Milben, weil geheizt und weniger gelüftet wird)
- Zusätzlich juckende, laufende Nase und gerötete Augen
- Nachts oder in den frühen Morgenstunden ist der Husten am stärksten
Wie wir es abklären
- GesprächWann treten die Beschwerden auf, in welchem Raum, zu welcher Jahreszeit? Gibt es Allergien in der Familie, Tiere im Haushalt, Rauch in der Wohnung?
- LungenfunktionBodyplethysmographie und Spirometrie. Zeigt sich eine Verengung, wiederholen wir die Messung nach einem bronchienerweiternden Spray.
- FeNO-MessungDer Entzündungswert in der Ausatemluft ist bei allergischem Asthma typischerweise erhöht – und er zeigt später, ob die Therapie greift.
- AllergietestPricktest auf dem Unterarm, bei Bedarf spezifisches IgE aus dem Blut. Erst der Abgleich mit den Beschwerden macht aus einem positiven Test eine Diagnose.
- TherapieplanMedikamente, Inhalationsschulung und ein schriftlicher Notfallplan für Kita oder Schule.
Was hilft
Den Auslöser meiden, wo es geht
Bei Hausstaubmilben lässt sich einiges tun, bei Pollen wenig. Was sinnvoll ist und was nur Aufwand ohne Wirkung wäre, besprechen wir konkret – pauschale Ratschläge helfen hier nicht weiter.
Die Entzündung behandeln
Ein niedrig dosiertes Kortisonspray zum Inhalieren ist bei anhaltenden Beschwerden die Basis. Es wirkt dort, wo die Entzündung sitzt, und wird kaum in den Körper aufgenommen. Dazu kommt ein Bedarfsspray, das die Bronchien schnell weitet.
Die Ursache angehen
Bei einer klar belegten Allergie gegen Milben, Gräser- oder Baumpollen kann eine Hyposensibilisierung die Empfindlichkeit dauerhaft senken. Sie ist die einzige Behandlung, die nicht nur die Beschwerden dämpft.
Richtig inhalieren
Ein erheblicher Teil der Kinder inhaliert falsch – dann kommt nur ein Bruchteil des Wirkstoffs in der Lunge an. Wir üben mit Ihrem eigenen Gerät und prüfen die Technik bei jeder Kontrolle erneut.