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Therapie

Hyposensibilisierung bei Kindern

Die einzige Behandlung, die nicht nur Symptome dämpft, sondern das Immunsystem selbst umstimmt. Sie braucht Geduld – und lohnt sich genau deshalb im Kindesalter besonders.

Was dabei passiert

Lumi wehrt Pollen mit einem Schild ab

Das Immunsystem bekommt das Allergen in langsam steigender Dosis immer wieder präsentiert, bis es aufhört, überzureagieren. Antihistaminika und Sprays lindern Beschwerden; die Immuntherapie setzt eine Ebene tiefer an.

Bei Kindern mit Heuschnupfen ist noch etwas anderes wichtig: Ein unbehandelter allergischer Schnupfen kann im Lauf der Jahre auf die unteren Atemwege übergreifen. Eine rechtzeitige Immuntherapie kann diesem Verlauf entgegenwirken.

Zwei Wege

Als Spritze (subkutan)

In der Aufbauphase kommt Ihr Kind zunächst in kurzen Abständen zu uns, später etwa alle vier bis sechs Wochen. Nach jeder Spritze bleiben Sie 30 Minuten in der Praxis – diese Nachbeobachtung ist Vorschrift und dient der Sicherheit.

Als Tablette oder Tropfen (sublingual)

Die tägliche Einnahme erfolgt zu Hause, nur die erste Gabe findet unter Aufsicht in der Praxis statt. Das spart Wege, verlangt aber Verlässlichkeit im Alltag.

Welcher Weg passt, hängt vom Allergen, vom Alter und davon ab, was in Ihre Familie hineinpasst. Wir besprechen beides in Ruhe.

Ablauf

  1. DiagnostikTestergebnis und Beschwerden müssen zusammenpassen – sonst behandeln wir am Ziel vorbei.
  2. AufklärungNutzen, Dauer, mögliche Reaktionen und was im Alltag zu beachten ist.
  3. AufbauphaseLangsam steigende Dosis, engmaschige Termine.
  4. ErhaltungsphaseRegelmäßige Gaben über etwa drei Jahre.
  5. VerlaufskontrolleWir prüfen jährlich, wie sich die Beschwerden entwickeln.

Was Sie einplanen sollten

Die Therapie dauert in der Regel drei Jahre. Nach jeder Spritze 30 Minuten Nachbeobachtung. Am Behandlungstag kein Sport, keine Sauna, keine großen Anstrengungen. Bei fieberhaftem Infekt wird der Termin verschoben – bitte rufen Sie in dem Fall vorher an.

Kurz gefasst

  • Dauer etwa drei Jahre
  • Spritze oder Tablette
  • 30 Minuten Nachbeobachtung in der Praxis
  • Kassenleistung bei gesicherter Indikation
  • Nur nach Terminvereinbarung

Häufige Fragen

Ab welchem Alter ist die Behandlung möglich?

Üblicherweise ab dem Schulalter, in Einzelfällen früher. Entscheidend sind Leidensdruck, Befund und ob das Kind die Therapie mitträgt.

Was passiert, wenn wir einen Termin verpassen?

Kein Grund zur Sorge – je nach Abstand wird die Dosis angepasst oder ein Schritt wiederholt. Melden Sie sich einfach bei uns.

Gibt es Nebenwirkungen?

Häufig sind Rötung und Schwellung an der Einstichstelle oder ein Kribbeln im Mund bei der Tablette. Stärkere Reaktionen sind selten – genau dafür gibt es die Nachbeobachtungszeit.

Termin online vereinbaren

Über die Online-Rezeption rund um die Uhr – auch für Rezepte und Bescheinigungen, ohne App und ohne Registrierung. Oder rufen Sie uns einfach an.

Verantwortlich für diesen Inhalt
PVZ – Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Großflecken 51–53, 24534 Neumünster. Ärztlich verantwortlich: Paul Wettzel, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin.

Stand: . Das Datum ändert sich, wenn sich der Text ändert – nicht bei jeder Umstellung an der Website. Diese Seite gibt allgemeine Informationen und ersetzt nicht das Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt.

Wenn Sie es genauer wissen möchten: Die Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften sind frei zugänglich im Leitlinienregister der AWMF. Für Kinderlunge und Allergie sind die Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und die Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie die zuständigen Fachgesellschaften.