Warum so früh?
Sehen wird gelernt. Das Gehirn koppelt sich in den ersten Lebensjahren an die Bilder, die es bekommt – ist ein Auge dauerhaft unscharf, wird es allmählich abgeschaltet. Diese Schwachsichtigkeit lässt sich behandeln, solange das System noch formbar ist. Später nicht mehr.
Das Tückische daran: Kinder merken nichts und klagen nicht. Sie kennen es nicht anders.
Wie die Untersuchung abläuft
- Auf dem SchoßIhr Kind sitzt bei Ihnen, das Gerät steht etwa einen Meter entfernt.
- Kurz hinschauenDas Gerät (ein automatischer Sehschärfe-Screener) sieht aus wie eine Kamera und macht leise Geräusche, die die Aufmerksamkeit lenken.
- Messung in SekundenBeide Augen werden gleichzeitig erfasst – ohne Berührung, ohne Augentropfen.
- Ergebnis sofortWir besprechen den Ausdruck direkt mit Ihnen.
Was erkannt wird
- Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung
- Schielen, auch in versteckter Form
- Unterschiedliche Brechkraft beider Augen (Anisometropie)
- Unterschiedliche Pupillengrößen (Anisokorie) als Hinweis auf weitere Ursachen
Wir bieten das Screening passend zu den Vorsorgeuntersuchungen im zweiten Lebensjahr an, bei familiärer Vorbelastung – Brille in jungen Jahren, Schielen oder Schwachsichtigkeit in der Familie – auch früher.
Ein auffälliger Befund ist keine Diagnose. Das Gerät erkennt Risikofaktoren; die Abklärung erfolgt anschließend bei der Augenärztin oder dem Augenarzt. Umgekehrt gilt: Ein unauffälliges Ergebnis ersetzt nicht die augenärztliche Untersuchung, wenn Ihnen etwas auffällt.
Das Sehscreening ist eine Selbstzahlerleistung. Die Kosten nennen wir Ihnen vorab. Einige Krankenkassen erstatten das Screening inzwischen – ein kurzer Anruf bei Ihrer Kasse lohnt sich.
Das Gerät sieht aus wie ein kleiner Fotoapparat und macht leise Geräusche. Du sitzt bei Mama oder Papa auf dem Schoß und schaust einfach hin – mehr musst du nicht tun.